Endlich: Smartphone-Nachschub für Alle (5)

Huawei Ascend P6

Der Hersteller Huawei galt bis zum Verkaufsstart für das „Ascend P1“ als ein absoluter Exot beziehungsweise Billig-Handy-Bauer und war nur den wenigsten Technikexperten bekannt. Dies hat sich seit besagtem HD-Smartphone zum Niedrigpreis jedoch geändert und so scheint es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich der chinesische Telekommunikationsexperte mit weiteren High-End-Handys an der weltweiten Smartphone-Verkaufsschlacht. Was das neueste Modell, das Ascend P6, alles zu bieten hat, verrät der Handy-Check.

 

Optisch fast perfekt
Eine hochwertige Metallverkleidung, die sich einerseits gut anfühlt und andererseits nett ausschaut, ist längst keine Selbstverständlichkeit. Beim beziehungsweise auf dem Huawei Ascend P6 lässt sich solch eine Nobelverkleidung jedoch durchaus entdecken: Die wahlweise schwarze, weiße oder pinkfarbene Aluminiumhülle verleiht dem Smartphone einen unübersehbaren Pluspunkt und fällt zudem auch noch haptisch betrachtet sehr attraktiv aus. Denn mit einer Gerätetiefe von 6,18 Millimetern ist das neue Huawei-Phone erstaunlich dünn, soll jedoch laut Hersteller genauso stabil wie breitere Modelle sein. Zu guter Letzt sei noch die Hinterseite erwähnt: Hier hat der Chinamann nämlich zu einem cleveren Trick gegriffen und der Smartphone-Flunder eine angeraute Oberflächenverkleidung verpasst. So fallen auch eventuelle Kratzer und Gebrauchsspuren kaum auf der Edelfläche auf. Und dank der Gorillaglastechnik der dritten Generation ist sogar der Bildschirm bestens vor den Gefahren des Alltags geschützt. Einzig und allein der fehlende Home-Button, wie man ihn von vielen Samsung-Modellen her kennt, könnte einen Kritikpunkt bieten …

Displayspaß unter der Lupe
Neben der luxuriösen Außenverkleidung sticht vor allem ein Element der Hardwarekomponenten im wahrsten Sinne ins Auge: der Bildschirm. So hat das IPS-Display gegenüber den Super-AMOLED-Plus-Bildschirmen mancher Konkurrenten zwar farbtechnisch gesehen einen minimalen Nachteil, doch sowohl die Auflösung (1.280 x 720 Pixel) als auch Kontrast-, Helligkeits- und Reaktionswerte der Handyanzeige können auf ganzer Linie überzeugen. Hinzu kommt, dass der Touchscreen mit einer Diagonalen von 4,7 Zoll gerade noch einmal den Spagat zwischen handlich und überdimensioniert schafft.

Die innere Werte
Ausgestattet mit einem Quad-Core-Prozessor, der im Herzen des P6 mit einer Taktrate von 1,5 GHz schlägt, einem 2 GB großen Arbeitsspeicher und einem inklusiven on-board-Grafikprozessor kann das Huawei-Modell mit den modernen Spitzen-Smartphones à la Galaxy S4 mühelos Schritt halten. Leider fällt der interne Speicher mit einem Volumen von 8 GB etwas knapp aus, zumal dieser schon zu gut 60 Prozent mit Betriebssystem & Co. belegt ist. Zwar ist ein Aufstocken des Handy-Gedächtnisses möglich, doch mehr als 32 Zusatz-GB verträgt das Huawei-Phone nicht. Auch die möglichen Drahtlosverbindungen passen nicht ganz ins Bild eines Luxus-Smartphones der Oberklasse. Denn auf LTE, HSPA+, den neuen WLAN-c-Standard und Bluetooth 4.0 muss der Benutzer leider gänzlich verzichten.

Softwarepaket und Funktionsumfang
Als Grundsoftware werkelt auf dem Huawei Ascend P6 das Betriebssystem Android in der derzeit (August 2013) aktuellsten Version 4.2 alias Jelly Bean. Demnach stehen dem Benutzer die Türen der Freeware-Produkte für Handyanwendungen weit geöffnet. Huawei belässt es jedoch nicht bei dem Gratis-Google-Paket und spendiert dem P6 eine zusätzliche Benutzeroberfläche, die auf den Namen „Emotion UI“ hört. Diese kann durchaus mit einigen netten Sonderfunktionen wie mit Datensicherungsanwendungen, Profilplaner und App-Manager dienen, offenbart bei den Highlights jedoch immer wieder praktische Mankos. So macht die Sprachsteuerung, was sie will, und der intelligente Musikplayer spuckt häufig Töne aus, die keineswegs den Musikgeschmack des Nutzers treffen.
Einen letzten Pluspunkt muss das Huawei Ascend P6 allerdings noch für seine Digitalkamera(s) erhalten. Denn nicht nur die Hauptkamera (8 Megapixel), sondern auch die Frontlösung (5 Megapixel), macht einen wirklich guten Endruck. So erlaubt Letztere zum Beispiel auch das Abhalten anspruchsvoller Video-Gruppenchats sowie die Aufnahme von Passfoto tauglichen Selbstporträts.

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